Geschäftsordnung

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Geschäftsordnung

der Landesarbeitsgemeinschaft

Mädchen und junge Frauen Sachsen-Anhalt

Präambel

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Mädchen und junge Frauen Sachsen-Anhalt ist eine Arbeitsgemeinschaft gemäß § 78 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII).

Als Fachgremium vertritt sie landesweit die Interessen von Mädchen und jungen Frauen. Die LAG setzt sich für die strukturelle Verankerung der Mädchenarbeit und eine geschlechts-bezogeneArbeit in der Kinder- und Jugendhilfe ein.

Die LAG wirkt darauf hin, dass die geplanten Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig ergänzen.

§ 1

Ziele

Die Landesarbeitsgemeinschaft setzt sich unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen gemäß § 9 Abs. 3 SGB VIII dafür ein, Benach-teiligungen für Mädchen und junge Frauen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern.

Ziel der LAG ist es, aktuelle Probleme und Tendenzen im Bereich der Mädchenarbeit und Mädchenpolitik zu thematisieren sowie die partnerschaftliche, fachliche Zusammenarbeit von öffentlichen und anerkannten freien Trägern, von Maßnahmeträgern und sonstigen Institutionen, die sich für die Belange von Mädchen und jungen Frauen einsetzen, zu unterstützen.

Dabei geht es insbesondere darum, bestehende Informationsdefizite zwischen öffentlichen Trägern und freien Trägern und Einrichtungen auf Landesebene sowie im kommunalen Bereich abzubauen, geplante Maßnahmen aufeinander abzustimmen und eine Vernetzung der Mädchenarbeit zu befördern.

§ 2

Aufgaben

Die Landesarbeitsgemeinschaft hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Eintreten für eine Verankerung der geschlechtsspezifischen Arbeit in den Strukturen und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe unter besonderer Berücksichtigung der Interessen von Mädchen und jungen Frauen;
  • Mitwirkung an der Erarbeitung, Umsetzung und Weiterentwicklung landesrechtlicher Vorgaben zur Mädchenarbeit und Mädchenpolitik;
  • Eintreten für eine geschlechtergerechte Jugendhilfeplanung auf kommunaler und Landesebene unter besonderer Berücksichtigung der Interessen von Mädchen und jungen Frauen;
  • Koordinierung und Abstimmung geplanter Maßnahmen zur Mädchenarbeit;
  • Einfordern einer qualitativen und quantitativen Bestandsaufnahme zur Situation von Mädchen und jungen Frauen;
  • Vertreten mädchenpolitischer Interessen durch eine gezielte Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit;
  • Erarbeitung von Empfehlungen für die Fortbildung von Mitarbeiterinnen der Mädchenarbeit;
  • Mitwirkung in bundesweiten Fachgremien der Mädchenarbeit.

§ 3

Mitgliedschaft und Organisationsform

(1) Die LAG ist ein freiwilliger Zusammenschluss gleichberechtigter öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe sowie von Trägern geförderter Maßnahmen und Institutionen des Landes ohne eigene Entscheidungsrechte. Sie ist als Fachgremium beratend und koordinierend tätig. Sie hat keine Kontroll- oder Mitwirkungsrechte bei der Durchführung von Aufgaben durch die öffentlichen und freien Träger.

(2) Mitglieder der LAG sind:

a) die ständigen Mitglieder,

  • die für die Mädchenarbeit und Mädchenpolitik zuständige Abteilung des für die Kinder- und Jugendhilfe zuständigen Ministeriums des Landes Sachsen-Anhalt
  • das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
  • das Landesjugendamt des Landes Sachsen-Anhalt
  • die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen der Bundesagentur für Arbeit
  • der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e. V.
  • die LIGA der freien Wohlfahrtspflege des Landes Sachsen-Anhalt
  • das Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt
  • e. V.
  • die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

b) bis zu 10 anerkannte freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe oder Träger geförderter

Maßnahmen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Fach-Arbeitsgruppen und Netz-

werken, die im Rahmen des § 9 Abs. 3 SGB VIII in den Regionen Sachsen-Anhalts tätig

sind und die Interessen von Mädchen und jungen Frauen vertreten und

c) Gastmitglieder auf Antrag.

Die Mitglieder nach Buchstabe a) und b) sind stimmberechtigt.

Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gefasst.

(3) Der Antrag auf Mitgliedschaft ist schriftlich bei der Geschäftsstelle der LAG zu stellen.

Über den Aufnahmeantrag entscheiden die in der Sitzung anwesenden Mitglieds-vertreterinnen bzw. Mitgliedsvertreter mit einfacher Mehrheit.

Die Entscheidung über die Aufnahme als stimmberechtigtes Mitglied nach Abs. 2b erfolgt in der Reihenfolge des Antragseingangs entsprechend der zur Verfügung stehenden Plätze.

Gastmitglieder haben Anspruch auf alle Informationen der LAG.

(4) Für jedes Mitglied ist eine Mitgliedsvertreterin bzw. ein Mitgliedsvertreter zu benennen.

Darüber hinaus soll für jede Mitgliedsvertreterin bzw. jeden Mitgliedsvertreter eine Stellvertreterin bzw. ein Stellvertreter benannt werden.

(5) Die Mitgliedschaft verpflichtet zur regelmäßigen Teilnahme an den Sitzungen sowie zur Mitarbeit an den Zielen und Aufgaben der LAG.

Sie endet mit schriftlicher Austrittserklärung oder Auflösung der entsendenden Stelle bzw. des entsendenden Trägers.

Mitglieder können bei Verstoß gegen die Geschäftsordnung oder sonstiges die LAG schädigendes Verhalten durch Beschluss mit 2/3 Mehrheit seiner stimmberechtigten Mitglieder aus der LAG ausgeschlossen werden.

§ 4

Arbeitsweise

(1) Die LAG tritt im Abstand von 4 Monaten, bei Bedarf auch öfter zusammen.

Sie wird durch die Geschäftsführung mit einer Frist von drei Wochen unter Mitteilung der Tagesordnung einberufen.

(2) Die Mitglieder der LAG bringen eigenständig Themenvorschläge für die jeweiligen Sitzungen ein.

(3) Die Themenvorschläge, welche nicht in der vorhergehenden Sitzung berücksichtigt wurden, sind bis spätestens vier Wochen vor der nächsten Zusammenkunft bei der Geschäftsstelle erneut anzumelden, wenn ihre Behandlung noch gewünscht wird.

(4) Die Geschäftsführung wird durch das Landesjugendamt sichergestellt.

Zu den Aufgaben der Geschäftsstelle gehören:

  • der Versand der Einladungen und Sitzungsprotokolle sowie von Informationsmaterialien der LAG und für die LAG-Mitglieder
  • sowie der Schriftverkehr mit Institutionen im Auftrag der LAG.

Die inhaltliche Koordination wird durch eine benannte Mitgliedsvertreterin wahrgenommen.

(5) Die LAG wird in der Öffentlichkeit durch mindestens eine Sprecherin vertreten.

Zu ihren Aufgaben gehört die Vertretung der LAG in der Öffentlichkeit, in anderen Gremien und in der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mädchenpolitik“.

Sprecherinnen werden jeweils für zwei Jahre gewählt. Sie sollen nach Ablauf ihrer Wahlzeit bis zur Wahl einer neuen Sprecherin im Amt bleiben. Wiederwahl ist möglich.

Wird die LAG durch zwei Sprecherinnen vertreten, ist einmal jährlich die Wahl einer Sprecherin auf die Tagesordnung zu setzen. Eine Neuwahl ist für diejenige Sprecherin durchzuführen, die länger im Amt ist. Die Neuwahl der zweiten Sprecherin erfolgt im darauf folgenden Jahr, auch wenn sich dadurch die Amtszeit der zu ersetzenden Sprecherin verlängert.

Werden zwei Sprecherinnen gleichzeitig gewählt, ist abweichend von Satz 3 eine Sprecherin nur für ein Jahr zu wählen.

Diese Geschäftsordnung wurde in der Sitzung am 05. November 2009 beschlossen.

(geändert mit Beschluss vom 09.03.2011)

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